Verbinden, um zu verändern

Wenn wir unsere (Arbeits-)Welt ganzheitlich betrachten, also verbinden, was durch analytisches Sezieren, Spezialisierung und Spartendenken künstlich getrennt wurde, schaffen wir neue Handlungsspielräume, in denen Veränderung geschehen kann.

Die Welt wiederverzaubern

Im magischen Weltdenken des Mittelalters war alles mit allem verbunden. Dann kam die Aufklärung und wir Menschen haben begonnen, die Welt zu zerlegen. Wir haben sie kartographiert und in Breiten- und Längengrade unterteilt. Wir haben verschiedenene wissenschaftliche Disziplinen ausgebildet. Und ein Verständnis von uns selbst als Individuen entwickelt, das auf der Grundannahme beruht, dass wir uns unterscheiden und abgrenzen von den Anderen. Die Welt in ihren magischen Zusammenhängen haben wir gründlich entzaubert.

Bei allem nützlichen Wissen und Können, das dabei entstanden ist, haben wir vielleicht vergessen, dass wir weiterhin miteinander in Verbindung stehen. Dass Kontingenzen bestehen, die unser logisch geschultes Denken maximal herausfordern und die manchmal nur mit allen Sinnen oder dem berühmten siebten Sinn zu begreifen sind.

Wir versuchen ganz bewusst, das was getrennt wurde, wieder zusammenzubringen in unserem Denken und Handeln. Wie bei einem Memory. Und so die Welt wieder ein Stück zu verzaubern.

„In der Regel nehmen wir an, wir seien getrennt, und fragen uns, wie die Verbindung zustande komme. Vielleicht sollten wir lernen, häufiger die umgekehrte Frage zu stellen, wie also unter der Annahme, wir seien verbunden, es denn zu Trennungen kommt.“
Insa Sparrer